Warum die Frage so schwer zu beantworten ist
"Was kostet Barrierefreiheit?" klingt nach einem Festpreis. In der Praxis ist es eher eine Planung: Wie groß ist die Website? Wie alt sind Templates und Formulare? Wer pflegt Inhalte? Und wollen Sie einmal sanieren oder dauerhaft überwachen?
Pauschale Euro-Beträge ohne Inventur sind oft irreführend. Sinnvoller ist es, Kostentreiber zu kennen und Budget in klare Phasen zu legen. Dieser Ratgeber hilft dabei. Er ist keine Preisliste und keine Rechtsberatung.
Die größten Kostentreiber
Die meisten Budgets werden hier gebunden:
- Templates und Design-System: Kontraste, Fokus, Komponenten, Responsive-Verhalten
- Formulare und Checkout: Labels, Fehlermeldungen, Tastaturbedienung, Zeitlimits
- Inhalte: Überschriften, Alternativtexte, Links, verständliche Sprache
- Dokumente: PDFs und Downloads, die oft vergessen werden
- Drittanbieter: Chat, Cookie-Banner, Video-Player, Buchungstools
Je mehr individuelle Spezialstrecken Sie haben, desto höher der Aufwand. Eine klare Template-Basis senkt die Kosten langfristig, weil Fixes einmal sitzen und viele Seiten profitieren.
DIY, Tools und Experten: drei Kostenebenen
Viele Teams mischen drei Ebenen:
- Interne Arbeit: Content und einfache Fixes im CMS
- Tools: automatisierte Scans, Issue-Tracking, Reporting, Monitoring
- Expertise: manuelle Prüfung, Audit und Zertifizierung für belastbare Nachweise
Automatisierte Scans sind vergleichsweise günstig und schnell. Sie finden viele technische Verstöße, ersetzen aber keine manuelle Prüfung von Semantik und Bedienung. Ein Experten-Audit kostet mehr, liefert aber stärkere Evidenz für Entscheider, Partner und Risikosteuerung.



