Warum die Erklärung zählt
Eine Barrierefreiheitserklärung ist mehr als eine Pflichtseite im Footer. Sie zeigt Besuchenden und Partnern, wo Sie stehen, welche Lücken Sie kennen und wie Feedback ankommt. Für viele Teams ist sie der sichtbarste Teil der Dokumentation rund um BFSG und WCAG.
Eine gute Erklärung ist ehrlich, aktuell und verständlich. Eine schlechte ist generisch, veraltet oder verspricht Konformität, die die Website nicht hält. Dieser Ratgeber hilft beim Aufbau. Er ersetzt keine Rechtsberatung.
Was hinein sollte
Orientieren Sie sich an klaren Bausteinen:
- Geltungsbereich: welche Website oder App gemeint ist
- Status: wie barrierefrei das Angebot derzeit ist
- Methode: wie Sie geprüft haben (Scan, manuell, Audit)
- Bekannte Einschränkungen: konkrete Lücken, nicht nur Floskeln
- Kontakt und Feedback: erreichbarer Weg für Hinweise
- Stand der Erklärung: Datum der letzten Aktualisierung
Schreiben Sie in einfacher Sprache. Vermeiden Sie Copy-Paste-Texte, die zu jeder Branche passen könnten. Spezifisch wirkt glaubwürdig.
Häufige Fehler
Diese Muster schwächen Vertrauen:
- "Wir sind vollständig konform" ohne Nachweis
- leere Versprechen zu Fristen, die niemand trackt
- fehlender Feedbackkanal oder nur eine generische Info-Mail ohne Prozess
- keine Aktualisierung nach Relaunch oder großen Content-Wellen
- Widget-Marketing als Ersatz für Status und Lückenliste
Die Erklärung ist kein Marketing-Landing. Sie ist ein Statusbericht für Menschen.



