Zwei Dinge, die oft vermischt werden
Accessibility-Widgets und echte Konformität lösen unterschiedliche Probleme. Ein Widget gibt Besuchenden Einstellungen: Schriftgröße, Kontrast, Bewegungsreduktion und ähnliche Komfortfunktionen. Echte Konformität bedeutet: Code, Inhalte und Bedienung erfüllen WCAG-Kriterien und lassen sich nachweisen.
Wenn Marketing beide Ideen vermischt, entsteht Risiko. Teams glauben, "wir haben ein Widget, also sind wir BFSG-konform". Das stimmt so nicht. Dieser Artikel trennt die Rollen klar und freundlich. Er ersetzt keine Rechtsberatung.
Was ein Widget gut kann
Ein gut eingebundenes Widget kann:
- Besuchenden schnelle Anpassungen anbieten
- Komfort erhöhen, ohne dass jede Person Systemeinstellungen kennt
- als sichtbares Signal für Inklusion dienen
- CMS-unabhängig und mit Shadow DOM relativ robust eingebunden werden
Das ist wertvoll. Viele Menschen profitieren von größeren Schriften oder ruhigeren Animationen. Ein Widget ist ein Hilfsmittel für Nutzung, kein Nachweis für strukturelle Barrierefreiheit.
Was Konformität wirklich braucht
Für WCAG 2.2 AA (und verwandte BFSG-Erwartungen) zählen unter anderem:
- Semantik und Überschriftenstruktur
- Tastaturbedienung und sichtbarer Fokus
- Kontraste und Alternativtexte im Markup
- Formulare mit klaren Labels und Fehlermeldungen
- robuste Inhalte, die Assistive Technologien verstehen
Diese Punkte sitzen in Templates, Komponenten und Inhalten. Ein Overlay allein repariert kaputte Semantik oder fehlende Tastaturpfade nicht zuverlässig. Dokumentation (zum Beispiel eine Barrierefreiheitserklärung) gehört zum sichtbaren Nachweis dazu.



